Putzrisse, nicht vom Putzträger ausgehend (mörtel- und putztechnisch bedingte Risse) Prüfung durch Benetzungsprobe mit Wasser. Bei Benetzung mit Wasser zeichnen sich vorhandene Risse dunkler auf der Fläche ab.
A.1
Putzoberflächenrisse
A.2
Durch Putzlagen gehende Risse
Sie können als haarfeine, netzartige Risse auftreten. Je nach Ursache handelt es sich um Sinter- oder Schwundrisse in der Oberfläche der obersten Putzlage.
Bei trockenem Putz sind sie häufig zunächst nicht zu erkennen.
Sie treten netzartig und deutlicher als Putzoberflächenrisse in Erscheinung.
Rissursachen
Rissursachen
Zu feiner, gleichförmiger Sand in der letzten Putzlage.
Zu viele aufschlämmbare Bestandteile toniger Natur im Mörtelsand.
Zu hoher Bindemittelanteil im Oberputz.
Zu starke Oberflächenbearbeitung (Filzen, Glätten, Reiben), Bindemittelanreicherungen.
Zu schneller Entzug des Anmachwassers.
Zu viele aufschlämmbare Bestandteile, z.B. bei lehmhaltigem Mörtelsand (Schwundrisse).
Zu bindemittelreiche Mörtelzusammensetzung (Schwundrisse).
Zu dicke Putzlage (Absackrisse, Schwundrisse).
Zu schneller Entzug des Anmachwassers durch Hitze, Sonne, Wind oder stark saugende Untergründe.
Bild- und Textquelle: BSF-Merkblatt Nr. 19 - Stand Januar 1997 Risse in Außenputzen, Beschichtungen und Armierungen, Herausgeber: Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz e.V., Hahnstraße 70, 60528 Frankfurt am Main.